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  • Das MUSE-Konsortium

    Lutz WISOTZKI, Roland BACON, Shehan BONATZ



    Sieben führende europäische Foschungseinrichtungen bilden das MUSE-Konsortium: Das Centre de Recherche Astrophysique de Lyon (CRAL, Frankreich), welches das Konsortium anführt, das Astrophysikalische Institut Potsdam (AIP, Deutschland), das Institut für Astrophysik der Universität Göttingen (IAG, Deutschland), die Sternwarte Leiden und die Niederländische Forschungsakademie für Astronomie (NOVA, Niederlande), das Laboratoire d’Astrophysique de Tarbes-Toulouse (LATT, Frankreich), das Institut für Astronomie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH, Schweiz) und die Europäische Südsternwarte (ESO).




    CRAL - Centre de Recherche Astronomique de Lyon (France)

    www-obs.univ-lyon1.fr



    Das CRAL wurde von der CNRS, der Ecole Normale Supérieure de Lyon, und der Universität Claude Bernard Lyon I als Forschungseinrichtung für Astronomie gegründet. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Theorie, Beobachtung und Instrumentenentwicklung in der stellaren und galaktischen Astrophysik. Die Entwicklung innovativer Instrumente hat am CRAL eine lange Tradition. Das Institut leistete mit der Entwicklung von TIGER Pionierarbeit bei der Integralfeldspektroskopie und hat seitdem drei weitere solche Instrumente gebaut und betrieben: OASIS, SAURON und SNIFS. Das CRAL ist für das Leitung des Gesamtprojekts MUSE verantwortlich. Weitere wichtige Beiträge sind das Strahlfächer-System, die optisch-mechanische Konzeption der Spektrographen und Software zur Analyse der Daten. Die Beteiligung des CRAL an MUSE wird durch das Institut National des Sciences de l’Univers des CNRS, durch die Universität Claude Bernard Lyon I und das Ministerium für Wissenschaft und Technologie finanziert. Auf dem Gelände des CRAL enstand ein eigenes Gebäude für das MUSE-Projekt. Die Finanzierung dieses Bauwerks teilten sich die Region Rhône-Alpes, das CNRS, die Stadt Lyon, das Ministerium für Wissenschaft und Technologie, die Universität Claude-Bernard Lyon I, die Regionalorganisation Grand Lyon, die Stadt Saint Genis Laval und das Departement Rhône.




    AIP - Astrophysikalisches Institut Potsdam (Germany)

    www.aip.de



    Das Astrophysikalische Institut Potsdam ist ein Forschungsinstitut der Leibniz-Gemeinschaft, angesiedelt in der brandenburgischen Landeshauptstadt. Das Institut befindet sich auf dem Gelände der Sternwarte Babelsberg in unmittelbarer Nähe zu Berlin. Das AIP gliedert sich in zwei Forschungsbereich mit den Schwerpunkten „Kosmische Magnetfelder“ und „extragalaktische Astrophysik und Kosmologie“, mit einem breiten Spektrum von Forschungsfeldern innerhalb dieser Bereiche. Auch bei der Entwicklung von Technologie und Instrumenten für Teleskope ist das AIP äußerst aktiv. Die an MUSE beteiligten AIP-Wissenschaftler haben seit 1996 Erfahrung auf dem Gebiet der Integralfeldspektroskopie gesammelt und das 3D-Spektrophotometer PMAS entwickelt und gebaut, das seit 2002 am Calar Alto-Observatorium eingesetzt wird. Von 2004 bis 2007 koordinierte das AIP das aus Mitteln der europäischen Kommission finanzierte „Euro3D Research Training Network on 3D Spectroscopy“. Innerhalb des MUSE-Projekts ist das AIP für die Entwicklung der Kalibrierungseinheit, die Tests der montierten Spektrographen/Detektor-Einheiten sowie für die Software zur Aufbereitung der Daten zuständig. Ferner koordiniert das AIP die wissenschaftliche Vorbereitung der Nutzung im Rahmen der garantierten Beobachtungszeit. Die Finanzierung des AIP-Beitrags zu MUSE setzt sich aus Eigenmitteln und aus Geldern der Verbundforschung Astronomie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zusammen.




    ESO - European Southern Observatory

    www.eso.org



    Die Europäische Südsternwarte ist die europäische Gemeinschaftsorganisation für die astronomische Forschung. Mit derzeit 14 Mitgliedstaaten ist die ESO die größte astronomische Organisation in Europa. Die ESO betreibt Observatorien in Chile und hat ihren Sitz in Garching bei München. MUSE geht nach seiner Übergabe und Installation in die Verantwortung der ESO über und wird der gesamten Astronomengemeinschaft zur Verfügung stehen. Das „Team für optische Detektoren“ (ODT) aus der Instrumenten-Abteilung der ESO ist verantwortlich für das Detektorsystem, das aus 24 Modulen und einer Tieftemperatur-Umgebung besteht. Das „Team für adaptive Optik“ ist zuständig für das „GALACSI-System“ zur adaptiven Optik, zu dem der deformierbare Sekundärspiegel und die vier Laser gehören.




    ETH - Institute of Astronomy ETH Zurich (Switzerland)

    www.ethz.ch



    Das Institut für Astronomie der ETH ist eine Forschungseinrichtung des Schweizer Bundesinstituts für Technologie (Abteilung Physik). Das Institut ist spezialisiert auf Sonnenphysik (Campus Zentrum), extragalaktische Astrophysik und beobachtende Kosmologie (Campus Hoenggerberg). Die Forschungsgruppe für extragalaktische Astronomie beteiligt sich an zahlreichen Untersuchungen weit entfernter Galaxien, darunter der COSMOS Legacy Survey, das zCOSMOS- und das ZENS-Projekt. Innerhalb des MUSE-Konsortiums ist die ETH für die Beschaffung der 24 Spektrographen zuständig.




    IAG - Institute for Astrophysics Göttingen (Germany)

    www.uni-sw.gwdg.de



    Das Institut für Astrophysik Göttingen (IAG) der Georg-August Universität ist eine Einrichtung des Landes Niedersachsen für die astrophysikalische Forschung. Die Tätigkeitsbereiche des Instituts umfassen solare, stellare und extragalaktische Astrophysik. Auf eine lange Tradition gründend, hat das IAG zahlreiche Instrumente entwickelt, zuletzt die beiden FORS-Instrumente für das ESO-VLT und die OmegaCAM mit 2,5 Mio. Bildpunkten und einem 1°-Sichtfeld für das Paranal-Observatorium. Für das MUSE-Konsortium übernimmt das IAG die Entwicklung, Prüfung und Beschaffung der mechanischen Bauteile, die Wartungs- und Transportvorrichtungen sowie die Optik für die Auffächerung des Sichtfelds und die Umlenkoptik, mit denen die Bildsegmente auf die 24 Spektrographen verteilt werden. Dabei nutzt das AIG Personal und Infrastruktur der Universität Göttingen und zusätzliche Mittel aus der Verbundforschung Astronomie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.




    LATT - Laboratoire d’Astrophysique de Tarbes - Toulouse (France)

    www.ast.obs-mip.fr



    Das Astrophysik-Labor Toulouse-Tarbes im Departement Midi- Pyrénées ist eine gemeinsame Forschungseinrichtung des CNRS/INSU und der Universität Paul Sabatier. In seiner Forschung konzentriert sich die LATT auf Galaxienentwicklung, Kosmologie, Stern- und Sonnenphysik, Datenverarbeitung und Fluiddynamik. Das LATT ist außerdem an der Entwicklung von Instrumenten für boden- und weltraumgestützte Projekte beteiligt. Im MUSE-Konsortium ist das LATT für die Elektronik und die Softwaresteuerung des Gesamtsystems sowie für die optisch-mechanische Entwicklung der Eintrittsoptik verantwortlich. Die Arbeit des LATT wird durch das „Institut National des Sciences de l’Univers“ (INSU) des CNRS, die Universität Paul Sabatier in Toulouse und durch das französische Forschung- und Technologieministerium finanziert.




    LEIDEN - Sterrewachte Leiden (Netherlands)

    www.strw.leidenuniv.nl



    Die Sternwarte Leiden gehört zur Universität Leiden, der ältesten Hochschule der Niederlande. Das Observatorium deckt ein breites Spektrum astronomischer Forschungsthemen ab, von Protosternen, dem interstellaren Medium und der Dynamik der Milchstraße und naher Systeme, bis hin zur großskaligen Struktur des Universums und Galaxien bei hohen Rotverschiebungen. Die Leidener Astronomen waren maßgeblich an der Entwicklung mehrerer erfolgreicher Instrumente beteiligt, darunter auch der Integralfeldspektrograph SAURON. Neue Initiativen dehnen die Forschungsaktivitäten auf die Gebiete der Interferometrie und der adaptiven Optik aus. Das Leidener Observatorium ist für die Entwicklung des ASSIST-Systems (Adaptive Secondary Simulator and InStrument Testbed) zuständig, mit dem sämtliche Tests der adaptiven Optik in Europa durchgeführt werden können, noch vor dem Transport nach Chile. Das Institut trägt auch die Verantwortung für die Schnittstelle zwischen MUSE und der adaptiven Optik sowie für die Festlegungen des Anforderungskatalogs für die adaptive Optik. Die Finanzierung des Leidener Beitrags zu MUSE erfolgt hauptsächlich aus Mitteln von NOVA, der Niederländischen Forschungsakademie für Astronomie. NOVA beteiligt sich am 6. Europäischen Rahmenprogramm „Adaptive Optik der zweiten Generation für 8-10m-Teleskope“, das Teil des OPTICON-Projekts ist. Zusätzliche Mittel stellt die NWO bereit, die Niederländische Organisation für wissenschaftliche Forschung.

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