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    Ghaouti HANSALI, Lutz WISOTZKI



    Die Eintrittsoptik ist ein optisch-mechanisches Untersystem, das sich direkt hinter der Fokalebene des Teleskops befindet, zwischen dem Modul für die adaptive Optik (“GALACSI”) und den Spektrographen. Es ist für die folgenden Anwendungen ausgelegt:
    - Anpassung Bildgröße und -orientierung, die die Optik des VLT an MUSE übergibt;
    - Herausfiltern unerwünschter Spektralbereiche;
    - Bildstabilisierung bei eventuellen Fehlausrichtungen des Instruments auf die Brennebene des VLT;
    - Korrektur der atmosphärischen Dispersion (im hochauflösenden Modus).

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    Fore Optics
    3D model of the Foreoptics.

    Die Eintrittsoptik besteht aus folgenden optisch-mechanischen Elementen:

    Derotator :

    Der Derotator gleicht die Drehung des Blickfelds aus, die erfolgt, wenn das Teleskop aufgrund der Erdrotation nachgeführt wird.

    Weitwinkelmodus (WFM) : :

    Der Weitwinkelmodus ist der wichtigste Betriebsmodus des Instruments. Er liefert ein größtmögliches Blickfeld und erlaubt so die gleichzeitige Beobachtung vieler Objekte.

    Hochauflösender Modus (NFM) :

    Der hochauflösende Modus ist eine Art „Zoom“ verglichen mit dem Weitwinkelmodus. In diesem Modus können nur einzelne Objekte untersucht werden, dafür jedoch mit erheblich höherer Winkelauflösung. Dieser Modus umfasst eine Korrektur für atmosphärische Dispersion, der die Verzerrung von Objekten durch die Atmosphäre korrigiert. Dieser Effekt ist umso bedeutender, je tiefer das Beobachtungsobjekt über dem Horizont steht, da das Licht dann eine längere Luftsäule durchlaufen muss.